Okt 11 2008
Lattengebirgsüberschreitung
Kaum aus Rom zurück stand für Samstag eine herbstliche Lattengebirgsüberschreitung mit Familie und Freundin Katharina samt Sohn auf dem Programm. Das Lattengebirge mit den Gipfeln (West nach Ost) Predigtstuhl, Hochschlegel, Karkopf, Dreisesselberg, und Rotofen (Nase der “Schlafenden Hexe”) ist neben dem Hochstaufen ja unser Reichenhaller “Hausberg” und als Teil des dem Berchtesgadener Nationalparks vorgelagerten Biosphärenreservats ein fantastisches Ausflugsziel, besonders jetzt im Herbst.
Zunächst mit der nostalgischen Seilbahn von Reichenhall hinauf auf den Predigtstuhl (1. Gipfel). Von dort sind wir einen kurzen Marsch über die Schlegelmulde zum Gipfel des Hochschlegel (2. Gipfel). Am Hochschlegel sind wir dann in eine Busgruppe der Alpenvereinssektion Freising geraten, mit der wir uns um die nächsten Gipfel ein “Wettrennen” geliefert haben. Wieder hinunter und hinauf zum Karkopf, mit 1738m der höchste Gipfel des Lattengebirges (3. Gipfel).
Vom Karkopf aus konnten wir neben den vielen Dohlen eine Gruppe von 5 Geiern aus dem Nationalpark kommend beobachten (siehe Bilder), die schließlich eindrucksvoll in niedriger Höhe über uns gekreist haben und für die nächsten Stunden unsere Begleiter waren (komisches Gefühl
).
Vom Karkopf hinüber auf den 4. Gipfel, den Dreisesselberg, von dem aus man eine fantastische Aussicht auf Reichenhall und Salzburg (von wo sich inzwischen der Nebel verzogen hatte) hat.
Vom Dreisesselberg aus begann der lange Abstieg in Richtung Hallturm. Zunächst hinunter zur Steinbergalm (wo der Sage nach die “Steinerne Agnes” Sennerin war). Dort gab es eine fantastische Herbststimmung:
Von der Steinbergalm dann etwa auf konstanter Höhe (1200m) hinüber zur “Steinernen Agnes”, einer Felsformation die der Sage nach die versteinerte Form der Sennerin der Steinbergalm darstellt, die zum Schutz auf der Flucht vor dem Teufel versteinert wurde.
Und von der Steinernen Agnes dann schließlich hinüber zur letzten Pause auf dem “Rotofensattel” (am Fuß der “Nase” der “Schlafenden Hexe”). Hier hätten wir versucht die Schlafende Hexe soweit zu kitzeln dass sie niessen muss, aber leider war dieser Versuch vergeblich.:-)
Schließlich, es war gegen 16 Uhr, dann hinab in Richtung Hallturm, wo wir Katharinas Auto geparkt hatten. Den schönen Tag haben wir dann im Gasthaus “Dreisesselberg” in Bayrisch Gmain ausklingen lassen - ebenfalls sehr empfehlenswert. Fazit: die Überschreitung des Lattengebirges kann man jedem eigentlich nur empfehlen, etwas Kondition ist allerdings gefragt. Das nächste Mal vielleicht statt mit der Seilbahn über den Waxlriessteig vom Saalachsee nach oben.:-)










