Archive for the 'Skitour' Category

Mai 04 2008

Zufallstourentage Teil 4: “Mankeispitze” (Cima Marmotta - 3350m)

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Sonntag war schon wieder Abreisetag, deshalb stand wieder eine etwas kürzere Tour auf dem Programm: auf die Köllkuppe - auf italienisch “Cima Marmotta”, was übersetzt den viel netteren Namen “Mankeispitze” ergibt. Im Gegensatz zu den vorherigen Tagen war der Anstieg zur Mankeispitze fast über die gesamte Strecke etwas steiler.

Leider war am Sonntag das Wetter nicht mehr ganz so schön wie an den Tagen zuvor, deshalb mußten wir einen großen Teil der Strecke mit Harscheisen gehen. Aber die vielen Wolken hatten auch ihr gutes: um so spektakulärer sind die Bilder geworden.

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Mai 03 2008

Zufallstourentage Teil 3: Vordere Zufallspitze (3700m)

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Samstag stand eigentlich die Umrundung der Veneziaspitzen auf dem Programm. Nachdem uns die traumhafte Abfahrt vom Monte Cevedale über den Zufallsferner so gefallen hat, haben wir uns jedoch spontan umentschieden und sind stattdessen zur vorderen Zufallspitze gestiegen, weil dort die Gletscherabfahrt so gelockt hat - diesmal “eine Etage höher” über den Fürkeleferner.


Belohnt wurden wir durch eine grandiose Abfahrt (wieder über Fürkele- und dann Zufallferner), zunächst durch Pulver, dann durch ein kurzes Bruchharsch-Stück, und schließlich lang und großartig durch den von der Mittagssonne aufgefirnten Schnee bis zur Zufallhütte. Und trotz der vielen anderen Tourengeher gab es in dem weitläufigen Gebiert für uns immer wieder genügend unverspurte Abfahrten!


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Mai 02 2008

Zufallstourentage Teil 2: Monte Cevedale (3769m)

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Am Tag 2 der Zufallstourentage stand der mit 3769m höchste Skigipfel der Region (angeblich auch der höchste Skigipfel der Ostalpen) auf dem Programm: der Monte Cevedale, knapp jenseits Südtirols Grenzen (deswegen nur mit italienischem Namen). Für den Aufstieg wählten wir den langen Anstieg über den “Langen Ferner”.

Nach einem sehr langen Anstieg erreichten wir gegen Mittag das “Rifugio Casati” auf etwa 3250m Höhe - dort gab es dann unsere Mittagspause bei Sonnenschein auf der Terasse. Nach einer Stunde ging es von dort aus weiter in Richtung Gipfel, in teilweise eisigem Wind, zunächst über eine relativ flache Gletscherfläche und dann die letzten 200-300 Höhenmeter sehr steil und teilweise über Blankeis die Flanke zum Sattel zwischen Zufallspitzen und Monte Cevedale hinauf, und schließlich am Grat entlang zum Gipfel. Ein anstrengendes, aber lohnenswertes Abenteuer (auf einem so hohen Berg bin ich soweit ich mich entsinnen kann vorher noch nicht gestanden :-) ).

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Mai 01 2008

Zufallstourentage Teil 1: Madritschspitze (3265m)

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Über das verlängerte Vatertagswochenende waren wir (= Georg, Hasch, Norbert, Klaus, Papa und ich) für 4 Tage im Vinschgau in Südtirol, genauer im Ortlergebiet auf der Zufallhütte (2264m), um die Skitourensaison abzuschließen. Nachdem das ein großes Abenteuer war, habe ich mich dazu entschieden nachträglich für jeden Tag einen separaten Blogpost zu verfassen.

Zunächst also zu Tag 1. Um 6 in der früh sind wir losgefahren um gegen 10:30 am Parkplatz der Materialseilbahn zur Zufallhütte anzukommen. Schnell das überflüssige Gepäck auf die Materialseilbahn und dann in ca. 45min die 250 Höhenmeter zur Hütte aufgestiegen (Schnee war glücklicherweise bis zum Parkplatz).

Nach einem kurzen Mittagsbier auf der Terasse der Hütte haben wir uns noch zu einer “Nachmittagstour” auf die Madritschspitze (3265m) aufgemacht (siehe Karte - Aufstieg rot, Abfahrt türkis).

Der steile Aufstieg hat mir am Schluß zwar kurz etwas zu schaffen gemacht, gelohnt hat sich’s letztlich aber trotzdem. Um etwa 16:30 waren wir auf dem Gipfel und rechtzeitig zum Abendessen wieder unten auf der Zufallhütte (die übrigens nach dem Wasserfall “Zufall” benannt ist). Hier sind die Bilder dazu:

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Apr 11 2008

Von Überschreitungen und Verirrungen im Tennengebirge

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Nach der Proposal-Schreiberei bis Anfang der Woche haben Dietmar und ich uns von Georg zu einer Tennengebirgsüberschreitung breitschlagen lassen und einen spontanen Kurzurlaub genommen. Das Wetter war gut angesagt (letzter Tag des Föns) und so haben wir uns in der früh um 7 aufgemacht, von Werfenweng aus per Ski nach Scheffau zu wandern.:-)

Bis zur Tauernscharte hinauf in strahlendem Sonnenschein haben wir dort die erste Brotzeit gemacht und noch mit anderen gewitzelt (”Ihr macht die Überschreitung? Wir holen Euch nicht da raus…”). Auf dem Hochpleateau hat sich der warme Fön jedoch schnell zu einem ausgewachsenen Sturm entwickelt. Der Kampf zwischen Fönsturm und Wetterumschwung aus dem Westen hat dann auch zu fantastischen Wetterbildern geführt (siehe einige der Fotos). Nachdem der Sturm dann eher zum Orkan wurde (teilweise mußten wir uns mit beiden Stöcken auf einer Seite abstützen um nicht umgeweht zu werden) war dann leider Schluß mit Fotografieren - die Kamera will auch beschützt werden. So bleiben die Natureindrücke nur noch uns dreien, denn außer uns war wohl seit einer Woche dort niemand mehr unterwegs.

Als wäre der Sturm nicht genug, begrüßt uns Georg am lange angestrebten Gipfel mit “Berg heil, leider stehen wir auf dem falschen Gipfel - wir sollten eigentlich dort drüben sein!” - statt auf dem Scheiblingkogel waren wir viel zu weit im Osten auf dem Bleikogel gelandet. Luftlinie sind das vielleicht 5 km, aber dazwischen liegt ein fast unüberquerbares Dolinenfeld und sehr viele Höhenmeter.

So haben wir also die Felle abgezogen, sind auf das Plateau hinabgefahren, haben die Dolinen umwandert und sind bei inzwischen noch stärker werdendem Wind wieder auf den Scheiblingkogel aufgestiegen. Spuren gab es weit und breit keine, so daß wir uns am Grat gehalten haben. Insgesamt hat uns der kleine Umweg etwa 4 Stunden gekostet. Nachdem bei dem Wind an eine weitere Brotzeit nicht zu denken war, sind wir direkt vom Scheiblingkogel in die “Schwer” hineingefahren und haben dann hinter einem großen Felsen den letzten Tee (und den ersten Schnaps) zu uns genommen und kurz zu Hause Bescheid gegeben (es war mittlerweile wohl gegen 17 Uhr, nicht das jemand den Hubschrauber schickt…). Die weitere Abfahrt hat für den langen Marsch entschädigt: seit einer Woche keine Spur mehr, die ganze Abfahrt unberührt im angenehmen Schnee. Nur die Kraft hat uns leider etwas gefehlt um die “eleganten” Schwünge hinzubekommen.:-)

Nach etwas mehr als 10h Marsch, wohl um die 40km (schwer zu schätzen), und mehreren 1000 Höhenmetern sind wir schließlich beim Auto in der Oberscheffau angekommen. Erschöpft - aber glücklich. Da hat sogar das Ottakringer Bier dann geschmeckt.:-)

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